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![]() Alex Schwank (Hrsg.): Stammzellenforschung und die Frage der Patente auf Leben sind die Problemkreise, welche im vorliegenden Materialienband von Fachleuten breit und vielfältig dargestellt und kontrovers diskutiert werden. Auch in der Schweiz wird die Frage der Forschung an embryonalen Stammzellen kontrovers diskutiert. Der Streit dreht sich im Kern darum, ob dieser Schutz absolut sein muss oder zum Beispiel durch so genannte hochrangige Forschungsziele relativiert werden darf. Um beim Stammzellen-Monopoly den Anschluss nicht zu verlieren, sollen jetzt in der Schweiz die gesetzlichen Grundlagen für die Forschung an Embryonen im Schnellzugtempo revidiert werden. |
In der Frage der Embryonenforschung ist es in einer pluralistischen Gesellschaft nicht möglich, einen allgemein gültigen moralischen Standpunkt zu formulieren, doch sollten die fest verwurzelten religiösen Gefühle einer starken Minderheit, aber auch die Bedenken von nichtreligiösen KritikerInnen nicht per Mehrheitsbeschluss übergangen werden. Die überzogenen Heilungserwartungen für zahlreiche Krankheiten sind zudem reichlich diffus und haben ihren Ursprung mehr in magischem Wunschdenken als in wissenschaftlich fundierten Prognosen. Die Diskussion würde viel sachlicher geführt, wenn nicht der Goldrausch um Patente eine behutsamere Rechtsgüterabwägung überlagern würde. Die Frage der Patentierung biotechnologischer Erfindungen ist daher ein Kernpunkt auch der Debatte um die Stammzellenforschung und wird im Buch ausführlich abgehandelt. Das Buch ist ein Dokumentationsband mit Materialien zur Tagung "Mythos Gen" von SGSG, Soziale Medizin, Blaueninstitut, Basler Appell gegen Gentechnologie vom 31. August 2002.
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